Mit
neuen Gesichtern traten wir am ersten Spieltag in der neuen Saison in der
heimischen Anlage in Ensdorf zu unseren beiden Heimspielen an. Neu ist dabei
alleine gemünzt auf die Aufstellung, weniger auf Alter oder Mitgliedschaft.
Auf Position 4 spielte Benjamin, den vom Alter her neu zu nennen noch Sinn
machen würde bei der Altersstruktur unseres Clubs, der aber schon seit
seiner Windelzeit dem Verein angehört. Neu ist für ihn das Attribut
deshalb, weil er einige Zeit mit dem Sport ausgesetzt, nun aber richtig Blut
geleckt hat. Bei dem anderen Neuling, Karl Moster, bezieht sich das Adverb
neu auf die Mitgliedschaft, denn Karl hatte sich im Verlauf der letzten Saison
uns angeschlossen und vor allem bei Harald und bei Kurt schon deshalb zu Jubelgesängen
geführt, weil diese nunmehr nicht mehr die Ältesten des Vereins
sind. Mit Karl findet sich aber unabhängig vom Alter eine deutliche technische
Aufwertung unserer Sportart in Saarlouis.
Das
erste Spiel fand gegen das Team aus Mainz und konkret dessen dritte Mannschaft
statt. Benjamin hatte es auf der unteren Position mit Ronald Buhr zu tun und
Ronald zeigte sich in seinen Schlägen äußerst sicher, wenn
auch nicht spektakulär. Benjamin hatte vor allem mit seinen Nerven und
seinem Ehrgeiz zu tun, der ein konstant gutes Spiel verhinderte. Daher hatte
Ronald nur im zweiten Satz Probleme, gewann das Spiel aber souverän und
verdient in drei Sätzen. Karl auf Position 3 machte es gegen den routinierten
Michael Fink insbesondere in den Sätzen 3 und 4 spannend. Die ersten
beiden Sätze gewann er knapp und in den beiden letzten mussten die Gladiatoren
jeweils in die Verlängerung, im vierten Satz mit dem glücklichen
Ende für Karl, der uns damit den ersten Punkt bescherte. Frank spielte
gegen Thomas Männer
trotz langer Verletzungspause wegen Achillessehnenproblemen unglaublich gut,
konzentriert und druckvoll und hatte in seinen drei Sätzen relativ wenig
Probleme. Marc schließlich auf Position 1 spielte gegen Nam Begeman,
der in den ersten beiden Sätzen gar nicht wusste, wie ihm geschah, denn
Marc, stolzer Smart-Neueigner schlug ihm die Bälle nur so um die Ohren,
spielte ungemein druckvoll und schnell. Der dritte Satz war dann sehr ausgeglichen,
ging in die Verlängerung und fand mit 14:12 einen glücklichen Sieger
in Marc. Addiert man alles zusammen, so kommt man zum Ergebnis 3:1 und damit
auf den ersten Sieg, der nicht ganz erwartet verbucht werden konnte.
Das
zweite Spiel gegen die Gäste aus Idar-Oberstein II begann für uns
deutlich besser. Benjamin spielte gegen den jungen und talentierten Alexander
Hiery und er konnte den ersten Satz souverän gewinnen. Im zweiten schlichen
sich dann Unkonzentriertheiten ein, während er die Sätze 3 und 4
wiederum druckvoll und gut gestalten konnte und nicht mehr in Schwierigkeiten
geriet. Benjamin gewann also 3:1. Karl machte es gegen Christian Anhäuser
dieses Mal relativ kurz. Drei zwar im wesentlichen knappe, dennoch nie gefährdete
Satzgewinne
sorgten dafür, dass uns ein Unentschieden schon nicht mehr genommen werden
konnte. Frank spielte gegen Dietmar Geyer wiederum sehr konzentriert, wenn
man den zweiten Satz, den er völlig verschlief, außen vor lässt.
Da die anderen drei Sätze aber keine Gefahr brachten, war schon nach
dem Spiel unseres Linkshänders klar, dass wir mit weißer Weste
den ersten Spieltag überstehen würden. Nicht tragisch war daher,
dass Marc gegen den routinierten Stefan Messerschmitt in drei Sätzen
nichts reißen konnte, wobei Marc dieses Mal nicht so konzentriert, Stefan
aber gewohnt routiniert, ruhig und platziert spielte und somit für den
verdienten Ehrenpunkt für die Gäste aus Idar-Oberstein sorgen konnte.
Überraschend viele Zuschauer waren anwesend,
darunter unsere beiden Jungstars Marius und Rudolf sowie die Jungfamilie Rehpenning-Klingbeil
(wir hoffen, dass Timo wieder Lust am schönen Sport bekommen hat!), was
vielleicht auch an den künstlerisch wertvollen Plakaten von Marc lag,
vielleicht aber auch an Silkes Bollas, die wiederum sehr wohlschmeckend waren
und den Spielern die nötige Kraft für den Laufsport gaben. Egal,
der Start ist geglückt, wir kommen uns vor wie Thomas Tuchels Mainz 05er
und so kann es in den nächsten Heimspielen in zwei Wochen weitergehen.
Verfasser: Kurt Rauch / 26.September 2010