Zunächst ein kleiner Vorspann: nachdem wir in der letzten Saison mit der
ersten Mannschaft den Klassenerhalt in der Oberliga geschafft hatten, machten
sich erste Auflösungserscheinungen breit. Oliver zog es, was sportlich absolut
nachvollziehbar ist, nach Fassianien, unser Luxemburger Marc hatte - ebenfalls
verständlich - etwas Mühe, zu den Spielen aus Luxemburg anzureisen,
und Stefan wollte auch so hoch wie möglich spielen. Da auch Gerhard nur noch
sporadisch zum Training erschien, ansonsten aber der Kontakt zu ihm etwas schwerfälliger
wurde, blieb von den ersten Fünf gerade mal Roland übrig, der ebenfalls
aus dem nördlichen Saarland anreisen muss, der sich aber zumindest zeitweise
für den Spielbetrieb zu kommen bereit erklärte. Folge hiervon war die
vollständige Auflösung der ersten Mannschaft und erfreulicherweise machte
der Verband diesbezüglich keine großen Zicken und ließ uns mit
der zweiten Mannschaft als einzigem Vereinsteam nunmehr in der Saarlandliga weiterspielen.
Und diese Mannschaft hatte am ersten Spieltag der neuen Saison ein Heimspiel
in unserer Ensdorfer RELAX-Anlage gegen Homburg II und Wiesental II. Von den
neun gemeldeten Spielern standen wegen unglücklicher Umstände dann
gerade mal vier zur Verfügung, nachdem Roland und Kurt gesundheitsbedingt
passen mussten, Christoph noch rekonvaleszent ist, Markus in Urlaub und Stefan,
unser Masseur, wegen privater Termine absagen musste. Gott sei Dank kamen
Frank und Rüdiger von
ihrem Kurztrip nach Bologna, genauer gesagt Maranello,
rechtzeitig samstags morgens per Flieger zurück und konnten vom Flughafen
Hahn mehr oder weniger direkten Weges in die Squashcourts kommen. Mit glänzenden
Augen erzählten sie von dem tollen Erlebnis einer Besichtigung von Ferrari
(ich glaube, dies sind Autos, die im berühmten Autoland Italien gebaut
werden), von Probefahrten und Besichtigungen von roten Fahrzeugen, die zu
ent- oder besteigen Leuten mit Bandscheibenvorschüben oder -fällen
nicht möglich sein dürfte. Eigene Anmerkung: Ist es wirklich so
schön, wenn die Dackel am Straßenrand von oben ins Auto reinschauen
können??
Nun gut: zu erwähnen ist vorab auch, dass unser herzlichster Glückwunsch
unserem Hoffotographen (siehe Anlagen) Timo gebührt, der Anfang September
in den Hafen der Ehe eingelaufen ist, was sich äußerlich nicht
nur daran zeigt, dass er ab und zu doch einmal ein Training schwänzt,
sondern auch in seiner Nachnamensgebung. Der Vorname bleibt, und Glückwunsch
auch an Cindy, nein, nicht die aus Berlin, sondern an die Göttergattin
von Timo - natürlich verbunden mit der Bitte, dem Liebsten montags und
donnerstags zur körperlichen Ertüchtigung freizugeben!
Mit der gleichen Geschwindigkeit, wie diese seltsamen Fahrzeuge, besichtigt
und gefahren von Frank und Rüdiger, sich bewegen können, machte
es der Homburger Bernd Moog im ersten Spiel auf Nummer 4 gegen genannten Timo.
Im ersten Satz spielte Timo wirklich gutes Squash, machte kaum Fehler und
hielt den Satz offen, während er in den beiden nächsten wieder etwas
verkrampfte und viele leichte Fehler beging. Der Gast gewann daher deutlich
mit 3:0. Auf Position 3 hatte es Rüdiger mit Holzmann Junior zu tun,
bei dem man deutlich das Talent,
vererbt von Vater Udo (liebe Grüße
an Homburgs Supersquasher!!), anmerkte. Sohnemann Simon machte aber erst sein
erstes Spiel und hatte doch noch so einige Koordinierungsprobleme. Rüdiger
schaltete im dritten Durch- einen Gang zurück, gewann diesen dennoch
in der Verlängerung und somit ebenso deutlich, wie Timo verlor, mit 3:0.
Frank hatte die seltene Gelegenheit, an einem Spieltag gegen zwei seiner Vornamenskollegen
anzutreten. Der erste Frank als Gegner
hieß zwar Schneller, war es aber
nicht in Vergleich zu unserem Ferrari-Präsidenten, der mit gleicher Geschwindigkeit
durch den Court hetzte wie er es in Italien gesehen hatte. Unser Frank ließ
nichts anbrennen und daher dem anderen Frank keinen einzigen Satz. Wenn man
schon einmal bei Vornamensduellen ist: es gab auf Position 1 das Duell der
beiden Marken. Unser Marc Graner, jüngste Nr. 1 der Vereinsgeschichte
mit 30, spielte gegen den mittlerweile gut gewordenen Marc Hartz und es
entwickelte
sich ein recht offenes und spannendes Spiel, in dem aber unserer mit dreimal
11:8 in den Sätzen 1, 3 und 4 einen Vorteil auf seiner Seite hatte. Nur
der dritte Satz ging deutlich an den Homburger Marc. Damit war der erste Sieg
in der neuen Saison mit 3:1 eingefahren.
Schwieriger wurde es dann gegen die Reserve aus Wiesental. Timo mit anwesender
Gattin und neuem Nachnamen hatte gegen den deutlich stärkeren
und
sicheren langen Ralph Moses nicht den Hauch einer Chance und musste sich deutlich
geschlagen geben. Dennoch, lieber Timo, wie im ersten Satz des ersten Spieles
gesehen, hast Du schon einiges drauf, bei ruhigerer Spielweise lassen sich
dann auch einmal in der Liga ein paar Sätze mehr gewinnen. Die nächsten
beiden Spiele waren an Spannung kaum zu überbieten. Rüdiger hatte
es mit dem Routinier Walter Jung zu tun und nach verlorenen zwei ersten Sätzen
und gewonnenen zwei weiteren hatte Walter im fünften Satz mehr zuzusetzen
und gewann diesen etwas
glücklich.
Frank machte es gegen den Ebenfalls-Frank mit dem Nachnamen Andreas auf Position
2 fast gleich. Nach schön abwechselnd gewonnenen ersten vier Sätzen,
bei denen Frank doch konditionell etwas in die Enge geriet, weil er seinen
Sprit fast verfahren hatte, siegte er dennoch mit unbändigen Kämpferherz
im fünften Satz, wobei ihm sein Gegner manchmal dadurch entgegenkam,
dass der an der Rückwand klebende, pumpende Frank (Saarlouis) nach einem
seiner Genialstopps den dennoch vom
Gegner
Frank (Wiesental) erlaufenen, aber genau wieder zu Frank (Saarlouis) zurückgespielten
Ball von Frank (Wiesental) aufnehmen und weiterspielen konnte. Kompliment
an diese kämpferische Leistung, die ohne Ferrari-Motivation kaum möglich
gewesen wäre. Unsere Nummer 1 Marc haderte dann im letzten Spiel nicht
nur mit der weltweit bekannten unorthodoxen Spielweise von Patrick Hooß,
sondern auch damit, dass Silke seine heiß geliebten Bollas, ein superfeines
Gebäck, dieses Mal nicht gefertigt hatte und Marc daher an Entzugserscheinungen
litt *. Dennoch gewann er den ersten Satz und hielt auch in den anderen dreien
recht gut mit, was aber dennoch nichts daran änderte, dass Mr. Cool aus
Wiesental seine Lässigkeit voll ausspielen konnte und der Sieg für
ihn daher nicht in Gefahr geriet.
Ergo: nach einem Sieg nunmehr eine Niederlage 1:3, was aber zu verschmerzen
ist.
* Anm. von Silke alias Webfee: Ich bitte für
diese Mißachtung der Tradition bei Heimspielen Bollas zu backen um Entschuldigung,
ich hatte für eine andere Veranstaltung 100 Muffins gebacken und da waren
einfach keine Kapazitäten mehr. Werde das beim nächsten Spieltag
dann nachholen, versprochen!
Verfasser: Kurt Rauch / 30.September 2009