Bei herrlichstem Wetter begann die neue Spielzeit, für uns nach zwei Abstiegen sportlich zwar etwas entspannter, personell aber - fast wie immer - nicht ganz sorglos. Man musste von den oberen Positionen auf Marc Thrill, Gerhard und Christoph Schmit verzichten, war aber dennoch in der Lage, recht schlagkräftige Truppen in den beiden Mannschaften zusammenzustellen und - wie noch ausgeführt wird - die Ergebnisse waren in Ordnung.
Die erste Mannschaft reiste nach zwei Jahren Pause zu den Saarpfälzern
nach Zweibrücken, die im Wesentlichen dieselben lustigen Typen auflaufen
ließen wie aus der Vergangenheit bekannt. Eine Neuerung gibt es allerdings
dahingehend, dass in dem Mehrzweckcenter mit Squash und Restauration mittlerweile
ein Thailänder sesshaft wurde, der am Anschluss des Spieltags für die
beiden Mannschaften aus Zweibrücken ein Superbüffet aufbaute, was erklärt,
dass am heutigen Sonntag um 10:00 Uhr die Ergebnisse aus Zweibrücken noch
nicht vorliegen und was möglicherweise darauf zurückzuführen ist,
dass der Abend doch etwas länger und sinnenbenebelt wurde. Fakt ist jedenfalls,
dass Gegner nicht nur Zweibrücken war, sondern auch der Neuling aus Bad Breisig.
(Leider sind die Bilder aus Zweibrücken beim Versenden per Mail an unsere
Webfee Silke im Äther des virtuellen Netzes verschollen, es wird zwar nach
ihnen gesucht, die Hoffnung ist aber gering...)
Zunächst war auch der Neuling Kontrahent der ersten Mannschaft. Rüdiger musste einspringen und hatte in seinem Spiel gegen Ralf Kittlaus keine Schwierigkeiten. Auch Oliver spielte gegen Patrik Baumgarten recht souverän, musste zwar in zwei Sätzen in die Verlängerung, hatte das Spiel aber gegen seinen technisch unterlegenen Gegner insgesamt im Griff. Roland hatte zunächst mehr Schwierigkeiten mit seinen Schlägern, die ihm in den Tagen zuvor mehrfach rissen, aber sein Gegner Gunnar Stirner machte ihm das Siegen bis auf den ersten Satz, den der Rheinländer gewann, doch leicht. Ebenso erging es Stefan gegen Ralf Kaes, der gegen das kraftvolle und schnelle Squash von Stefan kein Mittel wusste und daher deutlich unterlag. Also: 4:0 und 12:1
Knapper und spannender ging es dann gegen die Gastgeber zu. Rüdiger erwischte einen Tag, der nicht ganz zur meteorologischen Großwetterlage passte. Er fand nicht richtig ins Spiel, wirkte auch nicht optimal motiviert und unterlag daher seinem konsequenten und starken Gegner Jürgen Heinz deutlich mit 0:3. Oliver auf Position 3 tat es ihm zwar im Ergebnis gleich und musste gegen einen konzentrierter und genau spielenden Thorsten Kiehm dasselbe Ergebnis hinnehmen, bei ihm lag es aber weniger an der Konzentration und Einstellung, als an ungenauem Spiel. Besser machten es dann die beiden Spitzenspieler. Roland hatte sich so langsam auf seinen Schläger eingestellt und der Zweibrücker Steven Bukenberger musste anerkennen, dass Roland technisch und spielerisch deutlich überlegen war. Ergebnis: 3:0. Und Stefan auf Position 1 hatte es mit der Kampfmaschine Martin Stahl zu tun, bei dem der Name Programm ist und der gnadenlos läuft, rennt und kämpft und keinen Ball verloren gibt. Es ergab sich ein spannendes und gutes Spiel mit letztlich knappem, von zwei Verlängerungen geprägtem, vom Ergebnis aber klarem 3:0 für Stefan, der die Eigenschaften von Martin genauso verkörpert, aber spieltechnisch doch etwas stärker ist.
Ergebnis: mit 3:1, also einem klaren Sieg und einem Unentschieden, lässt sich die Saison gut beginnen.
Die
zweite
Mannschaft hatte Heimspiel und musste außer auf Rüdiger auch noch auf
Christoph und Marc Graner verzichten. Gegner waren die jeweils zweiten Mannschaften
aus Illingen und Homburg. Zunächst hieß der Gegner Illingen.
Hier kam es zum Jungfernmatch unseres Neulings Timo, der unglaublich fleißig trainiert und richtig Squash besessen ist, also gute Vorzeichen für eine mittelfristige Verstärkung im sportlichen Bereich und Mithilfe in der manchmal noch etwas mit hilfebedürftigen Vereinsarbeit. Eine gewisse Nervosität vor dem ersten Spiel war ihm zugestanden. Sein Gegner, der junge und talentierte Max Schlott, war aber doch technisch und taktisch überlegen und Timomachte noch viele unnötige und leichte Schlagfehler. Im zweiten Satz hatte er sogar Satzbälle, konnte aber keinen verwandeln und unterlag schließlich deutlich mit 0:3.
Auf
Position
3 hatte Benjamin Einsatz, derjenige Spieler, der sich im letzten Jahr bei uns
durch verstärktes Training und bessere Konzentration am deutlichsten verbessert
hat. Der erfahrene Johann Janto kämpfte zwar verzweifelt, musste aber in
den ersten beiden Sätzen deutliche Niederlagen einstecken mit insgesamt nur
fünf Punkten. Im dritten strampelte er sich dann frei, gewann diesen und
der vierte Satz war völlig offen mit dem glücklichen Ende für Benjamin
mit 11:9. Kurt hatte es mit seinem ewigen Gegner Rainer Bönnemann zu tun.
Die Statistik sprach zwar für Kurt,
aber an diesem Tag gab es gegen einen unglaublich starken und exakt sowie druckvoll
spielenden Rainer nichts zu ernten. Kurt war gleich in der Defensive, die Schläge
wurden ungenau und Rainer bestrafte jeden ungenauen Schlag mit einem gezielten
Shot. Ergebnis: drei ganz klare Sätze für den sehr starken Rainer.
Frank war es schließlich auf Position 1, der unterstützt von den
berühmten Bollas (schwedische Miniteilchen von unglaublich gutem Geschmack)
von Silke, die am Schluss ratzeputz verdrückt waren, René Riehm zum
Gegner hatte und diesen durch
seine
druckvollen überraschenden Schläge doch in mehr Verlegenheit brachte
als von ihm gewünscht. Den dritten Satz gewann der tapfer kämpfende
Kapitän der Illinger zwar in der Verlängerung, in den übrigen zog
er jedoch den kürzeren und so schaffte Frank den Ausgleich und die letztlich
gerechte Punkteteilung mit Illingen.
Deutlicher wurde es gegen die jungen Homburger, verstärkt und den Altersschnitt
deutlich hebend durch deren Ziehvater Michael Trautmann. Timo schaffte dabei in
seinem ersten Spiel gegen den ebenfalls am Beginn seiner Karriere stehenden Christian
Bier seinen ersten Sieg. Von den beiden Spielern, von denen beide noch mächtig
Luft nach oben haben, war Timo doch derjenige, der letztlich druckvoller und exakter
spielen konnte.
Christian
gab nie auf und setzte auch den einen oder anderen Punkt, Timo war aber doch deutlich
überlegen und gewann in drei recht klaren Sätzen. Mathe-Lehrer Benjamin
machte es gegen den ebenfalls jungen und ausbaufähigen Bernd Moog mathematisch
exakt: er überließ seinem Gegner in allen drei Sätzen jeweils
drei Punkte und zeigte, dass er wirklich auf einem guten Weg ist, die Rangliste
nach oben hin aufzumischen. Kompliment für diese Leistung. Kurt hatte wiederum
einen alten Bekannten zum Gegner, gegen den er fast immer spielt und dies recht
gerne, zum einen deshalb, weil die Statistik auch hier ganz gut aussieht, und
zum anderen auch weil es einfach ein netter Kerl ist. Michael Trautmann war aber
doch ein Trainingsrückstand anzumerken und so waren die Sätze zwar
alle
recht knapp, dennoch zu Gunsten von Saarlouis, so dass nach diesem Spiel schon
der Sieg feststand. Frank war dann derjenige, der im Duell der Linkshänder
gegen Marc Hartz das 4:0 schaffte, wobei auch hier das Spiel relativ offen war
und die neue Zählweise doch gewöhnungsbedürftig ist, denn jeder
Fehler wird hierbei bestraft. Frank brauchte vier recht knappe Sätze, siegte
aber letztlich doch verdient gegen den recht stark gewordenen Homburger.
Damit schafften beide Mannschaften 3:1 Punkte,
was
im Hinblick auf den nächsten Spieltag, der seitens der Anzahl der Spieler
doch recht eng werden wird, ein gutes Polster darstellt.
Verfasser: Kurt Rauch / 22.September 2008